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SHIWA - Die Prophezeiung des Einhorns


Taschenbuch 332 Seiten 16,90 €
ISBN 978-3-940209-16-0

*******************
erhältlich:

+ NOEL-Shop PORTOFREI
+ Amazon
+ Buchhandel

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Covergestalter:
Mark Freier

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Altersgruppe:
ab 14 Jahre 

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© Autor:
Tim M. Dethlefsen

Klappentext:

Siebzehn Umläufe lang hat der Söldner Sardan kaum etwas anderes gesehen als die unterschiedlichsten Schlachtfelder. Er sehnt sich nur nach einem: ein ruhiges Leben irgendwo abseits der Städte führen zu können.

Die Suche nach der Erfüllung seines Traums lässt ihn in eine scheinbar unbedeutende Geschichte hinein stolpern, doch nichts ist so, wie es am Anfang zu sein scheint.
Dem alten Söldner Sardan wird allmählich klar, dass viele ersehnte Dinge noch lange ungeträumt bleiben müssen, doch was er erleben wird, hätte er niemals geahnt.

Das ihm Bevorstehende übertrifft selbst die ihn schon lange verfolgenden Alpträume...


Leseprobe:

Mein Leben begann dort, wo eigentlich die meisten endeten, mitten im blutigen Kampf um das nackte Überleben. Die Götter haben einen komischen Sinn für Humor, wahrlich.
Während ich das Licht dieser Welt erblickte, starben mein Vater und viele andere aus unserem Dorf. 

Was sollte anderes aus mir werden als ein Soldat? Sicher, ein Söldner. Krieger mögen die strahlenden Helden der Geschichte sein, doch habe ich nie recht verstanden, warum man einen gestürzten Feind erst aufstehen lassen sollte. Im Kampf zählt das Können und wenn der Gegner stürzt, dann war er nicht gut genug.

Ich war recht gut, ich habe viele kleinere und größere Gefechte überlebt. Gegen Orks und Goblins, gegen Räuber und Raubritter, einmal sogar gegen Untote habe ich meine Waffen erhoben. Doch das ganze Leben in der Armee macht einen müde und irgendwann gab es für mich den letzten Sold. Ich packte meine Waffen und eigene Rüstung, meinen ganzen Stolz, zusammen und ging fort aus dem vertrauten rauen Umfeld.

Eigentlich wollte ich nie mehr mein Geld mit der Waffe verdienen, ich wollte mir eine hübsche Frau suchen und eine Familie gründen, mich irgendwo niederlassen und meine Waffen an den Nagel hängen, doch... die Götter haben einen komischen Sinn für Humor und meist andere Pläne mit dir als du selbst.

Das nasskalte Wetter machte Sardan doch mehr zu schaffen, als er wahrhaben wollte. Der Nieselregen ließ den sowieso schon schweren Ledermantel noch drückender auf seinen Schultern lasten und der Wind schien wie eine Wand, gegen
die er in regelmäßigen Abständen lief. Nur das langsam näher kommende Licht ließ
ihn seinen Weg fortsetzen, dort war eine Gasthof, das wusste er so sicher, wie er wusste, dass er Sardan hieß und gute 39 Umläufe zählte, ebenso, dass er sich nun schon seit fast 17 Sommern als Söldner verdingte, nach 17 endlos erscheinenden blutigen Wechseln von Sommer und Winter, endlich seine Waffen weglegen und ein friedliches Leben anfangen würde.
Er stemmte sich gegen den Wind, Schlimmeres hatte ihn schon nicht aufhalten können.
Wie sollte es da diese müde Brise, fragte er sich grimmig und beschleunigte seine Schritte.

Sardan schien es wie eine halbe Ewigkeit vorzukommen, doch dann stand er endlich vor der Tür des zweistöckigen Gasthofes. Über ihm schwankte quietschend ein Schild, auf dem groß ein abgetrennter Orkenkopf aufgemalt war, und darüber stand in Blutrot ‚Zum toten Schwarzpelz’ geschrieben.

„Ja, das ist er, der Gasthof. Ob sich etwas verändert hat?“, überlegte Sardan und drückte die Tür auf.

Der Raum maß annähernd sechzehn Schritte in der Breite und etwa fünfundzwanzig Schritte in der Länge. Gegenüber der Tür befand sich der lange Tresen, neben diesem eine Leiter, die nach oben führte. Ein Vorhang verhinderte neugierige Blicke
in die Küche, deren sonst offene Tür sich hinter dem Tresen befand. Der restliche Platz im Raum wurde von Tischen und Stühlen einge-nommen. An den Wänden hing allerlei Krimskrams, von Wandteppichen über Jagdtrophäen bis hin zu Landkarten
und Wappenschilden.

Die Leute im Raum waren hauptsächlich Bauern oder Reisende, zwei Jäger saßen schweigend und Pfeife rauchend im hintersten Winkel des Gasthauses. Man erkannte sie an ihrer einfachen Leder- und Pelzkleidung und den Bögen, die entspannt neben den Köchern an ihren Stühlen lehnten. Eine kleine Gruppe Bauern unterhielt sich darüber, was wohl der Winter bringen würde. Einige hofften auf ertragbare Kälte, andere fürchteten einen strengen, grimmigen Frost und dessen Folgen. Die
Reisenden erkannte Sardan noch leichter, sie trugen nicht die einfache, praktische Leinenkleidung der Bauern. Waren es Händler, so trugen sie Kleider, Mäntel und Hüte in den abstoßend schrillsten Farbkombinationen, nur um ihren Reichtum offen zur Schau zu stellen. Fahrendes Waffenvolk befand sich ebenfalls in der Taverne, sie trugen ihr Handwerkszeug offen und stolz zur Schau und waren dadurch erkennbar. 

Sardan schüttelte den Kopf, nichts hatte sich verändert. Als eine Art Untermauerung dafür flog ein Krug knapp an ihm vorbei und zerbarst an der Wand. Der Inhalt verteilte sich auf Wand, Boden und Sardan selbst, was seine Stimmung nicht gerade besserte. Im Schankraum war mal wieder eine ‚Meinungsverschiedenheit’ ausgebrochen, eine Gruppe von sieben Männern schlug sich die Zähne mit Fäusten oder Teilen des Inventars aus. Der Wirt hatte es wohl aufgegeben, den Streit zu schlichten, und schaute vom Tresen aus zu, wie die Männer langsam an Kraft und Wut verloren. Doch das alles interessierte Sardan gar nicht, früher, ja früher wäre er sofort dabei gewesen und hätte den Schlägern gehörig den Schädel weich geklopft, doch er war ruhiger geworden, vermied unnötigen Kraftverlust, sicher war es das Alter. 

Langsam und einen großen Bogen um die Kämpfenden machend ging er zur Theke
und stellte erst einmal den schweren Rucksack ab, in welchem sein wertvollster Besitz schlummerte, die eigene Rüstung. Er würde sie sich irgendwann einmal in
eine Ecke seines Hauses stellen und die Waffen über den Kamin und an die Wände hängen. Ja, das würde er tun. An den Tresen lehnte er das lange Bündel, seine Waffen, eingeschlagen in eine lange Bahn Leinenstoff. 

Der Wirt schaute ihn schließlich an und war recht schnell bei ihm. „Ihr wünscht, werter Herr?“, fragte der etwas dickliche Mann und lächelte übertrieben freundlich. Sardan schaute ihn an und sagte beiläufig: „Ein Bier, etwas Brot und Eintopf, dazu ein Nachtlager, wenn ihr so was habt.“ Der Wirt nickte eilig und verschwand durch den Vorhang in die Küche. 

Sardan betrachtete derweil noch einmal genauer den Raum. Er sah noch so aus
wie vor 3 Umläufen, als er das letzte Mal hier gewesen war, allerdings schienen die Tische und Stühle neuer zu sein als damals.
Flüchtig bemerkte er, dass die Schlägerei neuen Schwung bekommen hatte, denn
ein Krug flog knapp an seinem Kopf vorbei und zersprang an der Wand hinter der Theke.

Wie auf dieses Signal folgend, kam der Wirt zurück, er balancierte ein Tablett mit Bierhumpen, Brotlaib und Eintopfteller auf der rechten Hand, die linke hielt ein altes Handtuch fest umklammert. Polternd stellte der Mann das Tablett vor dem ehemaligen Söldner ab und sprach ein flüchtiges, „Bitte, Herr“, wobei er einen kurzen Blick zu der Schlägerei warf. 

Sardan war der Blick aufgefallen und er grinste kurz, „Wollt ihr das beendet haben, Herr Wirt? Lasst Essen und Unterkunft frei sein und ich werd’ Ruhe bringen.“
Mit einem weiteren Grinsen nahm er die Reaktion des Wirtes auf, welcher ihn kurz ansah, dann zu dem Tumult, und schließlich nickte. Er konnte einfach nicht aus seiner Haut heraus, einmal Söldner, immer Söldner, so schwer es ihm fiel, sich dies einzugestehen.

Sardan atmete einmal tief ein und aus, ehe er sich zu der Keilerei drehte. Kurz kratzte er sich am Kinn und ging im Kopf seine Chancen durch. Das Überraschungsmoment wäre mit Sicherheit auf seiner Seite, insofern standen die Aussichten auf einen Sieg nicht schlecht. Schwierig würde es nur dann werden, wenn die Schläger irgendwo Waffen versteckt hatten.
Er krempelte also die Ärmel hoch und stapfte auf den Tumult zu. Die Männer bemerkten ihn gar nicht, denn sie waren zu sehr damit beschäftigt, sich gegenseitig die Lichter auszupusten. So standen von den ehemals sieben Schlägern auch nur noch vier, die alle sehr mit sich und den anderen beschäftigt waren.
Ohne sie groß vorzuwarnen trat Sardan hinter zwei der Männer und packte ihre Köpfe. Mit einem dumpfen Ge-räusch krachten diese dann auch kurz darauf zusammen und die Beiden sanken friedlich schlummernd zu Boden. Die anderen
Beiden reagierten schnell, doch einer war nicht schnell genug, denn schon krachte Sardans rechte Faust gegen seine Schläfe. Die Wucht drehte den Kerl einmal herum, ehe er wie ein steifes Brett umkippte, hart auf den Boden aufschlagend.

Der letzte noch stehende Mann schaute Sardan mit leichter Angst im Blick an,
denn immerhin überragte ihn dieser fremde Kerl um einen guten Kopf und war um einiges kräftiger gebaut.
„Hey ... nichts für ungut ... war doch nur Spaß“, versuchte der Mann Sardan zu erklären.

Dieser setzte eine gewohnt harte und grimmige Miene auf und knurrte: „Schleif deine Freunde hier raus und mach sie draußen wach ... da könnt ihr gerne weitermachen, aber nicht hier, verstanden?“

Der eben noch so kampflustige Schläger nickte und begann mit seiner Arbeit.
Sardan jedoch ging zum Tresen zurück, zog einen Hocker zu sich und ließ sich auf diesen nieder, wobei er darauf achtete, dass sowohl Waffenbündel als auch Rucksack dicht bei ihm standen. Er begann sein karges Mahl, doch er war solches Essen gewohnt, sogar schlechteres. Später brachte ihm der Wirt ein Krüglein Schnaps, stellte es mit den Worten: „Das geht aufs Haus, werter Herr. Als Dank
für eure Hilfe“, vor ihm ab.
Sardan trank nur zu gerne, denn der Alkohol wärmte seine kalten, steifen Glieder,
er fluchte auf das Alter und dessen Folgen. Der Raum leerte sich langsam, die Gäste kletterten alle mit Hilfe der Leiter ins zweite Geschoss, dort waren wohl die Schlafplätze.

Es dauerte eine Weile, doch schließlich war er allein im großen Raum, die Stille bedrückte ihn nicht, er empfand sie sogar als angenehm. Der Wirt war schon seit einiger Zeit in der Küche verschwunden, hatte ihm aber versichert, dass er einen Schlafplatz besetzen konnte.

Die Ruhe wurde abrupt gestört, die Tür schwang auf und knallte laut gegen die Wand. So spät kamen eigentlich keine Gäste mehr in ein Schankhaus, er vermutete es zumindest. Sein Blick wanderte erst nur kurz zur offenen Tür, doch dann ein weiteres Mal, blieb er dort lange stehen. Die eintretenden Gestalten weckten etwas in ihm, was er schon lange verloren geglaubt hatte: Neugierde. 

Durch die offene Tür kamen nach und nach fünf Fremde geschritten, der Letzte von ihnen warf die Tür zurück ins Schloss. Sardans geschulter Blick konnte absolut nichts erkennen, denn diese fünf Gäste verstanden es anscheinend, sich zu verhüllen. Lange, graugrüne Kapuzenmäntel versteckten Gesicht, Körper und eventuelles Rüst- oder Waffenzeug.

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