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SHIWA - Die Prophezeiung des Einhorns


ISBN 978-3-940209-49-8
Taschenbuch 245 Seiten
12,90 €

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erhältlich:
+ NOEL-Shop PORTOFREI
+ Amazon
+ Buchhandel

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Covergestaltung:
Mark Freier

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Altersgruppe:
ab 12 Jahre 

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© Autor: Andreas Pedal

Klappentext:

Irgendetwas stimmt nicht mit der Welt des jungen Edelsteinfischers Sandryas Benkkor aus Llyagunt.

Nachts ziehen bedrohliche Schatten über ihn hinweg. Und als er kurz nach dem Fund eines geheimnisvollen Edelsteins mit seinen Freunden Samyra und Orlando in die Hände von Piraten gerät, beginnt ein großes Abenteuer.

Begegnungen mit einem merkwürdigen Ordensritter und dem unergründlichen Syntgard Auctor verstärken seinen Verdacht: Irgendetwas stimmt hier nicht.

Als Sandryas schließlich auf dem fernen Kontinent Kyllwyn an den Ort gelangt, der genannt wird "Grund der Welt", muss er sich einer entsetzlichen Wahrheit stellen .... 


Leseprobe:

Die Edelsteinfischer von Llygunt

Tief in Gedanken versunken betrachtete Sandryas Benkor in seiner Hand den kleinen Edelstein, den er an der Küste im Sand gefunden hatte. Der große, schlanke Mann lag in einer Hängematte auf der Insel Llylybeth, weit draußen in der türkisfarbenen llyagrischen See. Wie viele wunderbare Tage hatte er hier schon verbracht, süße Kokosmilch trinkend, dem Rhythmus der Brandung und der leisen Musik lauschend, die im Bereich der mit Stroh gedeckten Bar gespielt wurde? Welch ein Genuss!

Ein sanfter Wind sorgte dafür, dass es trotz der sommerlichen Temperaturen nicht zu heiß wurde. Von Zeit zu Zeit wurden ein paar feine Tröpfchen Meerwasser herüber getragen, die sich glitzernd auf seiner Haut niederließen. Wenn sie auf den Lippen landeten, schmeckten sie leicht salzig. Die Sonne schien durch die gefächerten Blätter der Palmen warm auf ihn herunter. Seine Augen blitzten dunkelgrün aus dem gebräunten Gesicht. Wenn er den Blick hinaus auf das Meer richtete, sah er ein feines Glitzern wie von tausend Diamanten. Die kleinen Wellen und Kräuselungen des Meeres spiegelten das Sonnenlicht – und wenn man das Meer nur lange genug betrachtete, würde man irgendwann einen Fisch fröhlich aus dem Wasser springen, einen Bogen durch die Luft beschreiben und dann mit einem Platschen wieder verschwinden sehen. Am Horizont waren die vollen weißen Segel eines prächtigen Schoners zu erkennen. Sicher war er unterwegs zu fernen Ländern, von dort würde er eines Tages zurückkehren, voll beladen mit Gold, Rum und Gewürzen.
Sandryas liebte die llyagrische See mit ihrem klaren Wasser, dem hellen Licht und der salzigen Luft. Wieder wandte er sich seinem Edelstein zu und untersuchte ihn fachkundig. Es war ein hübscher kleiner Obsidian, schwarzgrau mit samtiger Oberfläche. Er fühlte sich gut an in seiner Hand!

Als Sandryas für einen kurzen Moment aufblickte, fühlte er plötzlich einen heftigen Stich in der Brust. Er zappelte und musste sich in seiner Hängematte aufsetzen. Am Strand hatte er eine junge Frau entdeckt, die ihm den Rücken zukehrte und das Meer betrachtete. Sie trug ein weißes Kleid mit brauner Schärpe, stand barfuß im Sand, die Hände an die Hüften gelegt. Ihre Locken tanzten lustig im Wind. Er kniff die Augen zusammen, um sie im gleißenden Licht genauer betrachten zu können. Was er sah, gefiel ihm: schlanke Gestalt und edle Haltung, helle samtige Haut! Und innerhalb von Augenblicken hatte er einen Entschluss gefasst – er würde sie ansprechen und ihr den hübschen Obsidian zeigen. Dann würde er ihr vorschlagen, ihn beim Edelstein-fischen auf seinem Boot zu begleiten. Sandryas stand auf, nahm Haltung an und machte sich auf den Weg.

Die junge Frau hatte anscheinend nicht bemerkt, dass er sich bereits auf wenige Schritte genähert hatte – oder sie ließ es sich einfach nicht anmerken. Nach wie vor blickte sie auf das Wasser hinaus.
Er sprach sie dennoch an: „Na, wie gefällt dir das Meer?“
Keine Antwort! Sie stand einfach nur da, den Blick in die Ferne gerichtet. Unschlüssig sah Sandryas sich um, dann betrachtete er ihren geschmeidigen Rücken. Zwischen den sommersprossigen Schulterblättern war eine anmutige Vertiefung zu erkennen. Hatte sie ihn nicht gehört?
„Sieht hübsch aus, wie das Sonnenlicht auf dem Wasser glitzert, findest du nicht auch?“ Er sprach jetzt etwas lauter, wiederum ohne eine Antwort zu erhalten. Und nun stand er da, wie ein kleiner Junge, der etwas angestellt hat.
Sandryas spürte seinen Mut und sein Selbstvertrauen schwinden, wie Eis in der Sonne. Es schien eine Ewigkeit zu vergehen, ohne dass etwas geschah. Schließlich gestand er sich ein: Hier hatte er wohl keinen Erfolg. Bei aller Enttäuschung, es war wohl höchste Zeit für einen unauffälligen Rückzug.
„Ja, hübsch.“ Langsam wandte sie sich um und sah ihn mit leicht geneigtem Kopf an.
Fasziniert blickte Sandryas in ein Paar türkisgrüner Augen. Es dauerte einige Zeit, bis er sich schließlich fasste und erklärte: „Dabei liegt die wahre Schönheit unter Wasser. Schau her, den habe ich am Strand gefunden.“
Er zeigte ihr den Obsidian in seiner Hand. Sie betrachtete den Stein neugierig, und Sandryas spürte einen wohligen Schauer, als sie ihn an sich nahm. Ihre Finger fühlten sich glatt und samtig an. Nachdem sie den Stein einige Zeit betrachtet hatte, schaute sie Sandryas erneut lange an und sagte – nichts.
Sandryas aber sah in ihren Augen seine Sehnsüchte, Träume und Hoffnungen gespiegelt.
Wieder brauchte er eine Weile, um zu sich zu kommen. Dann zeigte er: „Dort im Norden liegt die vulkanische Westsichel, von der hast du sicher schon einmal gehört. Sie gehört zum Kontinent Kyllwyn. In den glühend heißen Vulkanfeuern dort entstehen einzigartige Edelsteine. Durch Meeresströmungen werden sie an dieser Insel vorbei nach Süden bis vor die Küste von Llyagunt getragen. Auf ihrem Weg durch die llyagrische See werden sie am Meeresgrund im Sand abgeschliffen und bekommen einen einzigartigen seidigen Glanz.“ Sandryas machte eine kurze Pause und zeigte auf den Stein in ihrer Hand, doch außer einem verträumten Blick erhielt er keine Antwort.
Er zeigte nach Süden: „Vor der Küste von Llyagunt warten die Steine – Olivine, Larimare, Opale und Obsidiane – darauf, dass ich sie finde. Ich bin nämlich Edelsteinfischer! Wenn du willst, nehme ich dich einmal auf meinem Boot mit und tauche für dich ...“

„He! Sandryas! Wach auf, wir sind da. Hier probieren wir es.“ Orlando schüttelte ihn kräftig an der Schulter. „Was schläfst du denn hier am helllichten Tag! Bist du krank oder was?“
Sandryas brauchte einige Zeit, um zu sich zu kommen. Verschlafen blickte er sich um. Er saß mit seinem Arbeitskollegen und Freund Orlando in dem kleinen Ruderboot, mit dem sie regelmäßig zum „Fischen“ ausfuhren; beide waren nur mit hellen Leinenhosen bekleidet, Oberköper frei. Gleißend hell schien hoch am Himmel die Sonne und ließ das Meer in kräftigen Blau- und Türkistönen leuchten. Sandryas erkannte in einiger Entfernung die vertraute Küste von Llyagunt. Sie befanden sich in der Tat in ihren „Fischgründen“ vor der Küste. Sein Traum löste sich vor seinen Augen auf, als er die glitzernde Wasseroberfläche betrachtete. „Du hast recht, mein Freund. Ich habe geträumt. So schön wie noch nie! Ich habe die schönste Frau der Welt kennengelernt, im Traum. Und du weckst mich einfach auf!“ Er erhob sich. Halb im Spaß, halb im Ernst stieß er den kräftig gebauten Orlando vom Boot. „Das ist deine gerechte Strafe. Du machst den ersten Tauchgang.“ Beide lachten. Dann holte Orlando tief Luft und verschwand in der Tiefe.

Fast jeden Tag fuhren Orlando und Sandryas hinaus in ihre „Fischgründe“, wo sie wertvolle Edelsteine in den schönsten Formen und Farben vom Meeresgrund herauf-tauchten. Der Beruf des Edelsteintauchers hatte große Tradition in der Stadt Llyagunt. Nicht an jedem Tag waren sie dabei erfolgreich; nicht immer kehrten sie mit einem wertvollen Fund in den Hafen zurück. Denn die begehrten schillernden Steine wurden nicht in großer Zahl vor die Küste getragen. Oft waren sie durch feinen Sand verdeckt. Doch ein einziger Fund entschädigte die beiden für viele erfolglose Tauchgänge. Für die kostbaren Steine wurde ein hoher Preis bezahlt, so dass sie von einem prächtigen Fund einige Zeit gut leben konnten. Es kam vor, dass sie bei ihren Tauchgängen mehrere Minuten unter Wasser blieben, ohne aufzutauchen und erneut Luft zu holen. Außer dem Boot nahmen sie keinerlei Hilfsmittel mit. Gemäß den Regeln der Edelsteinfischerei wechselten sie sich beim Tauchen ab; jeweils einer von ihnen blieb im Boot, hielt es mit leichten Ruderschlägen vor Ort, passte auf und wartete auf das Auftauchen des anderen.
Nachdem Orlando nun aber bereits außergewöhnlich lange unter Wasser war, neigte sich Sandryas über den Bootsrand und suchte angestrengt das klare Wasser ab, das an dieser Stelle nur etwa zehn Faden tief war. Der gut sichtbare Meeresboden war von Sand, Pflanzen und flachen Felsen bedeckt. Es dauerte einige Zeit, bis er Orlando unter sich ausmachen konnte. Als er seinen Freund entdeckte, bestätigten sich seine Befürchtungen: Dieser befand sich im Kampf mit einem glänzenden schwarzen Aal. Es handelte sich dabei nicht einfach um einen aggressiven Aal, sondern um einen der richtig bösen llyagrischen Kampfaale. Sie sind nicht besonders groß, auch nicht wesentlich kräftiger als ein normaler Aal. Es sind jedoch angriffslustige und gewandte Tiere, die – anders als gewöhnliche Aale – eine große gezackte Rückenflosse vom Kopf bis zum Schwanz tragen. Mit Vorliebe umwinden und erwürgen sie ihre Beute und verschlingen sie, ähnlich wie Schlangen, an einem Stück. Normalerweise greifen sie nur Beutetiere an, die sie auf diese Weise verschlingen können. Erst in jüngster Zeit kam es vor der llyagrischen Küste häufiger zu Angriffen auf Schwimmer und Taucher. Als Sandryas sah, wie sich Orlando am Meeresgrund im Kampf mit seinem geschmeidigen Gegner wand, zögerte er keine Sekunde. Er holte tief Luft, stürzte sich ins Wasser und tauchte hinab.

Sie nahmen diese Angriffe nicht besonders ernst. Entscheidend war, dass man mit dem Aal nicht alleine kämpfen musste. Wenn es diesem gelang, den Hals seines Gegners zu umschlingen und mit seinem schlangenartigen Körper einzuschnüren, war es aus und vorbei! Mit zwei kräftigen jungen Männern als Gegner war aber selbst ein kräftiger und großer Kampfaal überfordert. Sandryas hatte die beiden mit wenigen Zügen erreicht, er packte den Aal hinter dem Kopf und riss ihn mit einem heftigen Ruck von Orlandos Körper weg. Sofort ergriff das Tier die Flucht; es durchstieß in wellenförmigen Bewegungen einen Schwarm goldglänzender Fische und verschwand empört zwischen den Felsen.
„Na hör mal, mit diesem kleinen Biest hättest du auch alleine fertig werden können.“ Sichtlich stolz auf seine Rettungsaktion sah Sandryas seinen Freund an, der nach Luft schnappend und hustend die Wasseroberfläche erreicht hatte.
„Da hast du vollkommen recht, mein lieber Sandryas“, keuchte Orlando, „aber dann hätte ich dieses Prachtstück hier fallen lassen müssen.“ Triumphierend hielt er ihm einen dunkelgrauen, bohnen großen Stein vor die Nase. Im hellen Sonnenlicht zeigte sich eine schillernd grüne Ader, die den Stein durchzog.

Froh über diesen Fund umarmten sich die beiden Freunde. Sie beschlossen, ohne weiteren Tauchgang nach Hause zurückzukehren. Sie kletterten ins Boot, und Sandryas machte sich ans Rudern.


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