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SHIWA - Die Prophezeiung des Einhorns


ISBN 978-3-940209-1-91
Taschenbuch 
232 Seiten
14,90 €

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erhältlich:
+ NOEL-Shop    PORTOFREI
+ Amazon
+ Buchhandel

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Covergestalter:
Mark Freier

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Altersgruppe:
ab 8 Jahre

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© Autor: Elke Link


Klappentext:

Auf der Erde gibt es GUT und BÖSE.
Das BÖSE will die Weltherrschaft erlangen und das GUTE vernichten.

Der kleine englische Junge JAMIE JASPER hat die Aufgabe, das GUTE, das auf der Erde immer mehr Zuspruch gewinnt, zu den fremden unerforschten Sternen zu bringen. Unterstützt wird er von Käpt`n Knut Arnulfsen, der auf seinem Schiff „Crystal“, gemeinsam mit einer „sonderbaren Besatzung“, Jamie bis  zum Horizont begleiten soll. Die BÖSE Macht will Jamie davon abhalten, den Horizont zu erreichen.
Sie verbreitet das Gerücht, dass Leben auf den anderen Sternen nicht möglich sei.

Schafft Jamie es bis zum Horizont?


Leseprobe:

Eine Seereise … ?

 
Eines Tages schlenderte Jamie ans Meer. Es war ein langweiliger Tag und er wusste sich nicht besser zu beschäftigen, als hierhin zu gehen. Er wollte alleine sein, und der weiche Sand bot sich ihm in der Mittagshitze als willkommener Rastplatz an. Er hatte sich in der vergangenen Nacht wieder viel zu lange mit Benjamin Talbot unterhalten. So war es nicht verwunderlich, dass er sich am Morgen in der Schule kaum konzentrieren konnte.
Die Mathematikarbeit würde er sicherlich vermasselt haben. Keine Aufgabe hatte er zu Ende rechnen können …

Seine hellblonden Haare wehten ihm wie aufdringliche Störenfriede ins Gesicht, etwas genervt schob er sie beiseite, und plötzlich begann er sich  für das fremde Segelschiff zu interessieren, das vor einer guten halben Stunde am Horizont aufgetaucht war. Noch ganz weit entfernt war es und Jamie hatte das Gefühl, als stünde es auf dem Wasser und würde sich kaum bewegen. Keinen Meter schien es näher zu kommen.
Dass überhaupt ein Schiff hier nach Tullyhill kam, war etwas Besonderes und eine Überlegung wert. Wie lange schon wurde der kleine Hafen von keinem Schiff mehr angesteuert? Warum auch sollte hierher, ans Ende der Welt, wie es Jamie Jas-per schien, jemand kommen? Dieses langweilige Kaff, wo man in der Mittagszeit nur die Vögel zwitschern hörte, aber sich keine Menschenseele blicken ließ.
Es war trostlos in der letzten Zeit. Nichts passierte. Keine Fremden kamen hierher und die Einheimischen schienen den ganzen Tag in ihren Betten zu liegen oder abends in der Kneipe zu hocken.

Kevin und Jack, Jamies Klassenkameraden, begegneten ihm auch nur in der Schule, nachmittags waren sie, wer weiß wo … vielleicht wollten sie auch nur ihre freien Stunden nicht mit Jamie verbringen. Irgendwie hatten sie Angst vor ihm, vor seinen stun-denlangen Erzählungen, die sie anfangs interessiert hatten, doch dann immer mehr langweilten. Er erzählte ihnen von den Sternen, von denen er viele mit Namen kannte und irgendwann einmal besuchen wollte, von fernen Galaxien und Erden, fremden Wesen, die dort lebten und deren Existenz er für möglich hielt. Sie sahen in seine  Augen, die einen Ausdruck annahmen, der ihnen Angst machte. Es wurde ihnen unheimlich und nachts konnten sie schlecht schlafen.
„J.J“ hatte sich in einer Welt verirrt, zu der sie keinen Zugang fanden. Oft hatte er eindringlich ihre Aufmerksamkeit gefordert, verständnisheischend auf sie eingeredet, ihm zuzuhören. Aber sie lachten nur. Irgendwann lachten sie nicht mehr, weil sie ihn für einen Spinner hielten. 

Obwohl Jamie Jasper versuchte, die Augen aufzureißen, die ihm wegen des Schlafmangels der vergangenen Nacht und der drückenden Mittagshitze ständig zufielen, gelang es ihm nicht, das Herannahen des rotbraunen Schiffes mitzuerleben. Ihm fiel erst viel später auf, dass das Schiff ohne irgendwelchen Antrieb das Ufer erreichte. Es musste wohl mit dem aufkommenden leichten Ost-Wind, fast unbemerkt, ans Ufer getrieben sein.  
Jamies Interesse für das Schiff war mittlerweile verflogen, weil er sich wieder auf der Reise in eine seiner Träume befand. 
Seine Müdigkeit hatte gesiegt und nichts schien ihn mehr zu reizen, als ein Mittagsschläfchen. Jamie vernahm noch das leichte Geräusch der flachen sanften Wellen, die den Strand zu streicheln schienen – dann fielen seine Augen zu.

Nicht lange konnte er den aufkommenden kühlen Seewind genießen, der ihm frisch übers Gesicht strich. Plötzlich spürte er eine leichte Berührung. Irgendjemand schubste ihn ganz vorsichtig an, als wolle er ihn zwar aufwecken, aber ihm nicht wehtun.
„Jamie Jasper, schnell aufwachen“, flüsterte das wohlbekannte Stimmchen seines Freundes Benjamin. Weder Kevin, noch Jack, noch die penetrante Schulglocke hätten Jamie jemals so schnell aufwecken können, wie Benjamins Erscheinen. Jamie sprang auf und starrte mit aufgerissenen Augen auf den Gnom, der sich wie ein kleiner lustiger Frechdachs direkt neben ihn in den Sand setzte.
„Jamie Jasper – wie geht es Dir? Du siehst ziemlich zerknirscht und zerknittert aus. Haben Deine Freunde Dich wieder geärgert? Kommen sie sich wieder so mächtig vor, nur weil Du einen halben Kopf kleiner bist?“
Jamie senkte den Blick. Wie Recht doch der kleine Gnom hatte.
„Du musst sie verstehen, sie sind ohne Verstand, ihnen bleibt nur ihr dummes Mundwerk und das sollte Dir doch keine Angst machen“, versuchte Benjamin ihn aufzuheitern.
„Ach, Benjamin, das stimmt, aber nicht nur Kevin und Jack lachen über mich, auch die anderen aus meiner Klasse lästern hinter meinem Rücken. Selbst mein Vater hat sich sicherlich einen anderen Sohn gewünscht, als mich. Neulich schrie er mich an, dass er sich schäme, einen Sohn wie mich zu haben, den alle „J.J“ nennen. Alle anderen würden leidenschaftlich Fußball spielen und den Mädchen hinterher pfeifen. Und ich – ich wäre ein Versager und nichts wert. Am liebsten würde ich meine Sachen packen und weglaufen. Weglaufen zu meinen Sternen, von denen ich jede Nacht träume.“

Mit einer abwehrenden Handbewegung und einem schnellen Sprung auf die Beine versuchte der kleine Mann Jamie zu unterbrechen. „Halt, stopp – fang nicht gleich an zu heulen. Du siehst die Sache ganz völlig falsch. Du bist vollkommen in Ordnung, so wie Du bist. Und wenn Dein Vater das nicht so sieht, dann ist das allein seine Sache. Wir sind alle davon überzeugt, dass Du etwas Besonderes bist. Deinen Namen, Jamie Jasper, flüsterten sich schon die riesigen Bäume im Park von Warwick-Castle zu, als Du noch nicht geboren warst. Und selbst im entfernten Schottland hallte das Echo zwischen den hohen Bergen immer wieder Jamie Jasper, Jamie Jasper …“
„Alle –  Du sprichst von ALLEN, die davon überzeugt sind …?“, eine tiefe Röte umspielte Jamies Nase, die sofort vor Aufregung zu jucken begann.
„Du neugieriges kleines Menschenkind, das dachte ich mir, dass Du sofort wissen willst, von wem ich spreche. Aber – haha – wer ALLE sind, das darf ich Dir noch nicht verraten“, und flugs lief der Winzling ein paar Schritte in Richtung Strand.
„Halt, lauf nicht weg – ich will noch mehr wissen“, rief ihm Jamie hinterher.
Schon war der kleine Mann verschwunden und Jamie ärgerte sich, dass er diese neugierige Frage, wer denn ALLE seien, überhaupt gestellt hatte. Er begann nochmals über den Besuch des Gnomes und seine Worte nachzudenken. 

Was hatte dieser kleine Kerl damit gemeint, dass er etwas Besonders sei?
Er – Jamie Jasper? Der noch nicht einmal das große Einmaleins richtig beherrschte. Der, weder viele Tore beim Fußballspielen schoss, noch beim Fischen jemals einen Fisch hätte töten können. Mit was sollte er sich denn besonders hervortun? Wo denn – hier in der hintersten Ecke Englands?

Jamie streckte sich auf dem Sand aus, schaute den Wolken nach. Seine Gedanken erreichten Län-der und Menschen, die er noch nie gesehen hatte und, wie er sich sicher war, niemals sehen würde. 
Fast wie durch einen Schleier sah er plötzlich seine Mutter, die ihm zulächelte und einen Ruck-sack mit Proviant in die Hand drückte.
Zum Abschied gab sie ihm noch einen Kuss und hauchte – ganz nah an seinem Ohr – die Worte:   „Gehe ruhig mit, mein Junge, Du wirst Deinen Weg schon machen. Ich werde den Himmel um Hilfe bitten und Dich in Gedanken begleiten. Eines ist ganz besonders wichtig: Du wirst auf deiner Reise dein goldenes Märchenbuch wiederfinden, und wenn Du es hast, darfst du es niemals hergeben. Es wird Dir eine große Hilfe sein. Und nun vertraue Benjamin, er wird Dir helfen. Hab keine Angst, wir werden uns sicher wiedersehen.“ 

Mit einem Ruck richtete Jamie sich auf, wischte  sich seine Augen. War das ein Traum oder hatte seine Mutter da tatsächlich gesprochen? Lange konnte er nicht darüber nachdenken, voller Erstaunen sah er den Rucksack neben sich im Sand liegen …
„Also war es doch kein Traum“, flüsterte er vor sich hin.  Aber – wer wollte ihn mitnehmen und vor allen Dingen, wohin sollte es denn überhaupt gehen? Er blickte um sich und sah niemanden. Er ahnte noch nicht, dass es etwas mit dem Schiff zu tun hatte, das plötzlich immer näher kam.

Der Wind begann jetzt tüchtiger zu blasen. Jamie bemerkte, dass mittlerweile das gewaltige Schiff mit seinen drei Masten seine Segel gesetzt hatte und gerade in dem Moment, als er seine Baseballkappe aufsetzen und in Richtung Tullyhill zurückgehen wollte, hörte er wieder das ihm bekannte Stimmchen: „Jamie Jasper, Jamie Jasper …“
Verwundert blickte er in die Richtung, aus der er die Stimme hörte und war erfreut, als er vorne auf der Reeling des Segelschiffes Benjamin erkannte, der ihm heftig zuwinkte.
„Jamie, in fünf Minuten legen wir ab. Wir können noch einen Schiffsjungen gebrauchen.  Wie wär`s? Fährst Du mit? Hier in Tullyhill vermisst Dich doch keiner.“

Jamie zwickte sich vorsichtshalber in den Arm, weil er befürchtete, mal wieder zu träumen. Es konnte doch nicht wahr sein, dass es dieses Männlein tatsächlich gab, dass dieses riesengroße Schiff etwas mit seinen Träumen zu tun haben sollte? Dass man wirklich ihn, Jamie Jasper, mitnehmen wollte, mit in die weite Welt oder gar noch weiter?

„Beeil Dich, sonst legen wir ab. Denk nicht lange nach!“, hörte Jamie den Gnom rufen, bevor er, ohne viel zu überlegen, kopfüber ins Wasser sprang und mit schnellen Kraulbewegungen auf das Schiff zuschwamm.

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